11.09.2026 Kennedybrücke – BBB: Bahnspuren für weitere Verkehrsteilnehmer freigeben

Die anhaltende Sperrung der Nordbrücke und die damit verbundene Belastung der Kennedybrücke zeigen nach Auffassung der BBB-Fraktion deutlich, dass die vorhandene Verkehrsinfrastruktur in Bonn flexibler genutzt werden muss. Bereits im Juni hatte die BBB-Ratsfraktion angesichts der Sperrung der Friedrich-Ebert-Brücke (Nordbrücke) gefordert, die technischen, verkehrsrechtlichen und sicherheitsrelevanten Voraussetzungen dafür zu schaffen, temporär zwei Fahrstreifen je Richtung auf der Kennedybrücke führen zu können. Dazu sollten unter anderem die vorhandenen Trennelemente zwischen Fahrbahn und Stadtbahngleiskörper überprüft und gegebenenfalls angepasst werden. Nun hat die Stadt reagiert und wird die Bahntrasse anpassen, allerdings nur damit Busse die Spuren nutzen können.

Die BBB-Fraktion hält es hingegen für geboten, die Bahnfahrwege auf der Kennedybrücke gleichzeitig auch für Pflegedienste, Krankentransporte von gehbehinderten oder bettlägerigen Personen etc. und die Müllwagen von bonnorange freizugeben. Sollte dies problemlos funktionieren, könnten die bis vor dem Umbau im Jahre 2010 für alle Verkehrsteilnehmer nutzbaren mittleren Spuren der Rheinbrücke in einem nächsten Schritt für Handwerker und Kundendienste, insbesondere bei zeitkritischen Reparatur- und Wartungseinsätzen, geöffnet werden.

„Wir reden in der jetzigen Situation ausdrücklich nicht über eine Freigabe der Bahn- und Busspur für jeden beliebigen Pkw“, stellt BBB-Fraktionsvorsitzender Johannes Schott klar. „Aber es ist doch widersinnig, wenn ein nicht zu Sonderrechten befugter Krankentransport, ein Pflegedienst auf dem Weg zu einem Patienten oder die Müllfahrzeuge von bonnorange im Stau stehen müssen, während daneben eine Fahrspur weitgehend ungenutzt bleibt. Wer sich um Kranke kümmert und Bonn am Laufen hält, darf nicht im Stau stehen.“