Bonner Linkskoalition erklärt „Ostdeutsch“ zum belasteten Begriff - Abstruser Anfall von falsch verstandener politischer Korrektheit

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Am vergangenen Donnerstagabend stand ein Antrag zur Zulassung von drei Veranstaltungen in der Bonner Innenstadt auf der Tagesordnung des Hauptausschusses, der COVID-19 bedingt anstelle des Rates tagte. Die Oberbürgermeisterin sollte beauftragt werden, das „BonnFest“, die Veranstaltung „Bonn Leuchtet“ und den Ostdeutschen Markt unter Einhaltung der Pandemievorschriften zu ermöglichen. Während die ersten beiden Veranstaltungen von der Linkskoalition als zu kommerziell oder nicht ökologisch genug kritisiert wurden, traf der Ostdeutsche Markttag, bei dem die Bonner in den vergangenen Jahren u.a. schlesischen Kuchen oder pommersche Tollatschen (Klöße nach Art einer Blutwurst) als Spezialitäten kennenlernen konnten, insbesondere bei den Grünen auf heftige Ablehnung. Nicht etwa aus inhaltlichen Erwägungen wie bei den übrigen Events, wie Rolf Beu (B90/Grüne) erklärte, sondern weil man den Namen an sich, als belastet ablehne. Bürgermeisterin Melanie Grabowy (B90/Grüne) verstieg sich gar dazu, zu behaupten, durch den aus ihrer Sicht übel beladenen Begriff würden sich die heute in den ehemaligen deutschen Ostgebieten ansässigen Polen bedroht fühlen. In gleicher Richtung äußerte sich Oberbürgermeisterin Katja Dörner (B90/Grüne), die der antragstellenden CDU in dem Zusammenhang mangelnde Sensibilität vorwarf. 

Dazu sagt BBB-Stadtverordneter Marcel Schmitt: "Das berechtigte Ansinnen der nach 1945 vertriebenen Landsmannschaften, die Erinnerung an ihre ehemalige Heimat und das dort vorhandene Brauchtum wach zu halten, wurde ganz offensichtlich von den Vertretern der Linkskoalition bewusst falsch verstanden. Die Intensität mit der sich die bekannt linken Bonner Grünen als politische Sprachpolizei aufführten und versuchten, den Heimatvertriebenen reaktionäre Absichten zu unterstellen, war beschämend. Oberbürgermeisterin Dörner muss sich angesichts ihres Eintretens für ein Verbot des Begriffs ‚Ostdeutschland’ und ihre erkennbar ablehnende Haltung den Heimatvertriebenen gegenüber fragen lassen, ob sie sich für alle Bonnerinnen und Bonner gleich zuständig sieht. Nicht nur bei dieser Angelegenheit wird klar: Frau Dörner ist nicht die Oberbürgermeisterin für alle Menschen in unserer Stadt, sie fühlt sich vor allem für ihre linksgrüne Klientel verantwortlich. Wer die immer wiederkehrende Geschichte von Flucht und Vertreibung in dieser Welt -jüngst am Beispiel des Bürgerkriegslands Syrien abzulesen - zu Recht anprangert, die Erinnerung an die Deportationen im Zuge des 2. Weltkrieges aus dem Staatsgebiet des heutigen Polens aber scheinbar unterdrücken will, macht sich in hohen Maße unglaubwürdig.“

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