Sanierungsplanung liegt immer noch nicht vor: Stadthalle ist und bleibt Bad Godesbergs Sorgenkind

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Über viele Jahre ist die Bad Godesberger Stadthalle heruntergekommen. Der letzte Pächter hatte schon 2011 auf mehr als 30 Mängel hingewiesen und auf die Missstände in der Presse aufmerksam gemacht. Die Kosten für deren Beseitigung waren überschlägig auf 13 Mio. Euro geschätzt worden. Der BBB hat seit 2011 mehrfach beantragt, die zentrale Godesberger Versammlungsstätte endlich zu sanieren, die dafür notwendigen Aufträge zu erteilen und entsprechende Mittel im Haushalt einzuplanen. CDU, SPD, Grüne und FDP lehnten dies viel zu lange ab. Im Februar 2020 stellte sich heraus, dass ein Teil des Großen Saals marode ist. Seit Mai 2020 ist die ganze Halle wegen Einsturzgefahr geschlossen. Obwohl die Bauwerkserkundung als Voraussetzung für die Sanierungsplanung angeblich seit 2018 läuft, ist die Verwaltung immer noch nicht in der Lage zu sagen, was erhalten und was abgerissen werden muss.  Das musste SGB-Chef Lutz Leide in der Sitzung der Bezirksvertretung am Mittwoch auf Nachfrage des BBB einräumen.

Statt endlich den aus Sommer letzten Jahres stammenden Antrag* der BBB-Fraktion mit dem Ziel zu beschließen, den abgängigen Großen Saal zu der Stadthalle zu sanieren oder durch einen Neubau zu ersetzen, lehnten CDU, Grüne, FDP und SPD diesen rundweg ab.

Dazu sagt BBB-Fraktionsvorsitzender Marcel Schmitt: „Hätte man vor 10 Jahren mit der Planung begonnen und die Stadthalle schrittweise im laufenden Betrieb saniert, würde sie heute weiter Zentrum des gesellschaftlichen Lebens sein. Dass die Verwaltung die fällige Sanierung seit Jahren verschleppt und dafür am Mittwoch auch noch von CDU, Grünen und SPD Unterstützung bekam, in dem unserer Antrag abgelehnt wurde, ist enttäuschend.“

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