Poppelsdorf: Doch kein Aus für Bauvorhaben an der Trierer Straße - BBB lehnt jede Form der Bebauung des Areals „Im Wingert“ ab

Die umstrittene Vorlage der Verwaltung für ein neues Baurecht auf dem Areal „Im Wingert“ ist in der gestrigen Sitzung des Umweltausschusses nicht - wie erwartet - abgelehnt worden. Nachdem die Mitarbeiterin des Planungsamtes sich ausdrücklich dagegen aussprach, den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan „Im Wingert“ aufzuheben, vertagten CDU, FDP, SPD und Sozialliberale die Vorlage, um der Verwaltung Zeit für Änderungen an ihrem Konzept einzuräumen. Die CDU  begründete ihr Verhalten mit dem Verweis darauf, dass die wachsende Stadt Bonn auf Investoren angewiesen sei, die man nicht verschrecken dürfe. Für die SPD erklärte deren Stadtverordneter, Dr. Eickschen klipp und klar, dass die SPD nur die bisher geplante Bebauung mit dem Einkaufzentrum ablehne, früher oder später müsse es aber neue Überlegungen zu einer angemesseneren Bebauung geben, denn in Bonn herrsche ja Wohnungsnot.

Es steht zu damit erwarten, dass der Oberbürgermeister in Kürze eine mögliche Bebauung entlang der Trierer Straße vorschlagen wird, die dann eine politische Mehrheit findet.

 

Dazu sagt BBB-Fraktionsvorsitzender Marcel Schmitt: „Nun ist eingetreten, was wir bereits befürchtet hatten: CDU, FDP und SPD scheren sich um die Proteste von 1.781 Poppelsdorfer Bürgerinnen und Bürgern nur wenig. Eine Bebauung der südlich des Clemens-August-Platzes gelegenen Grünfläche an der Trierer Straße wird offenkundig von einer Mehrheit des Rates für erstrebenswert erachtet. Wir lehnen hingegen jegliche Bebauung der Fläche im Landschaftsschutz ab. Der zu Ende gegangene Dürresommer mit teils stehender Hitze hat nochmal eindringlich gezeigt, wie wichtig eine ökologisch durchdachte Stadtplanung ist, die lufthygienische Nachteile und die örtliche Zunahme von Hitzestress vermeiden hilft.“

 

Angesicht des mit den Stimmen ihrer Koalitionspartner im Jamaika-Bündnis zustande gekommenen Beschlusses nutzt es auch wenig, wenn sich Brigitta Poppe-Reinders, Fraktionsführerin von  Bündnis90/Die Grünen, von der Verwaltung getäuscht fühlt.

 

„Wenn die Grünen keine Bebauung der laut Integrierten Freiraumsystem (IFS) wichtigen Fläche wollen, müssen sie dies in ihrer Koalition durchsetzen. Alles andere ist unglaubwürdig. Offensichtlich haben CDU und ihr Oberbürgermeister Ashok-Alexander Sridharan in der Bezirksvertretung Bonn am Vortag nur darauf spekuliert, den Bürgerantrag zur Aufhebung der Bebauung Im Wingert für erledigt erklären zu lassen. Warum sonst sollte die Verwaltung den Bezirksverordneten die Erklärung vorenthalten, die sie am nächsten Tag im Umweltausschuss abgegeben hatte“, fragt sich Schmitt.

 

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