Uni-Campus Poppelsdorf

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BBB fordert Parkraumkonzept mit mehr Bewohnerparkplätzen und Bürgerversammlung

Laut Verkehrsgutachten der VSU GmbH aus 2012 soll das in einem städtebaulichen Vertrag zwischen der Stadt Bonn, der Universität und dem Landesbaubetrieb vereinbarte Mobilitätskonzept durch Parkraumbewirtschaftung und Förderung des Fahrradverkehrs sogar zu einer deutlichen Entlastung des Umfeldes führen.

Diese Aussage bezweifelte die BBB-Fraktion schon lange und fühlt sich mit Blick auf die eingetretenen Auswirkungen der im Oktober letzten Jahres begonnen Parkraumbewirtschaftung der Uni in Poppelsdorf bestätigt. Besucher, Studierende und Mitarbeiter der Universität lassen sich erwartungsgemäß von der dort gültigen Regelung nicht davon abhalten, mit dem PKW anzureisen und besetzen den ohnehin knappen Parkraum in der Umgebung.

BBB-Bezirksverordneter Peter Kern: „Dass gebührenpflichtiger Parkraum von Autofahrern gemieden wird, wenn im Umfeld kostenlose Parkmöglichkeiten bestehen, ist nicht neu. Das jetzt akut gewordene Parkplatzproblem ist also hausgemacht. Hier muss die Stadt über die Einrichtung eines abgewogenen Bewohnerparkens zum Wohle der hier lebenden Bürger dringend nachbessern.“

Aus Sicht der BBB-Fraktion reicht es dabei nicht aus, nur das Musikerviertel auf die Möglichkeit verstärkten Bewohnerparkens hin zu untersuchen.

Für die gestrige Sitzung der Bezirksvertretung Bonn hatte Bezirksverordneter Peter Kern daher vorgeschlagen, das gesamte Umfeld um den künftigen Uni-Campus Poppelsdorf zu betrachten, das ein Abstellen von PKW´s fußläufig in wenigen Minuten ermöglicht. Hierzu zählt der Bereich zwischen Meckenheimer Allee, Clemens-August-Straße, Sebastianstraße, Magdalenenstraße, Frongasse, Endenicher Straße, Wittelsbacher Ring und Baumschulallee. Denn dieser leidet bereits heute wegen der dichten Wohnbebauung immens unter der Parkplatznot.

Ungeachtet des Bereiches und der inhaltlichen Ausgestaltung des Parkraumkonzeptes hält die BBB-Fraktion auch die Einbindung der betroffenen Bürgerinnen und Bürger und der Poppelsdorfer Gewerbetreibenden für unabdingbar. Schließlich soll das Parkraumkonzept rund um den künftigen Uni-Campus im Sinne der betroffenen Anlieger und nicht möglicherweise an deren berechtigten Interessen vorbei entwickelt werden.

Kern: „Es war der Wunsch betroffener Anwohner, den Bereich des Bewohnerparkens in dieser Form auszuweiten. Dass dieses Thema insgesamt in die nächste Sitzung der Bezirksvertretung Bonn vertagt wurde, werte ich als Zeichen dafür, dass auch die anderen Fraktionen die Notwendigkeit erkannt haben, nachzusteuern.“

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