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Einzelhandel im Stadtwerkehaus

Einzelhandel im Stadtwerkehaus

BBB: Skepsis ist mehr als angebracht

Eins will die OB offensichtlich nicht - einen großen Elektronikmarkt in direkter Nachbarschaft zum neuen Festspielhaus. Das ist verständlich. Die bessere Alternative wäre allerdings, das Festspielhaus dort gar nicht erst zu bauen. Für den BBB ist der richtige Standort nach wie vor ein Grundstück am Rheinufer in der Gronau im Bundesviertel.

Überschäumende Begeisterung kann der BBB für die neue Diskussion in Sachen Einzelhandelsflächen im Stadtwerkehaus auch bei CDU und SPD nicht entdecken - sie sind vor allem eins - mal wieder unschlüssig.

Unverständlich für den BBB ist, dass der Stadtwerkechef Zemlin erst jetzt aus der Deckung kommt. Dr. Hans-Ulrich Lang, Sprecher des BBB im Rat: „Schließlich ist im Rahmen der Diskussion über den Standort für das Haus der Bildung und die mögliche Vermarktung freier Flächen im Rahmen des Bäderkonzepts (Viktoriakarree) monatelang über die ja völlig unstrittig notwendige Nutzbarmachung weiterer Möglichkeiten für den Einzelhandel diskutiert worden. Dass die Unterbringung der Stadtwerke am jetzigen Standort offenbar viel zu teuer ist, wird keine neue Erkenntnis sein. Stadtentwicklung betreiben in Bonn offensichtlich zu allererst die potentiellen Investoren. Wirksame Vernetzungen innerhalb der Stadtverwaltung, schlafende Potentiale zu entdecken und zu bewerten gibt es scheinbar nicht."

Auch wenn der BBB es nach wie vor für die richtige Entscheidung hält, das Haus der Bildung im Alten Stadthaus unterzubringen, wäre die mögliche Alternative Stadtwerkehaus allemal besser gewesen als die Quantiusstraße.

Der BBB ist mehr als skeptisch, was die Einzelhandelsentwicklung des Bereichs „Quartier Stadtwerkehaus" angeht. Den Bereich zum Suttnerplatz zu öffnen wird schwierig. Dr. Lang: „Dass die Menschen sich offensichtlich wenig von der City in Richtung Bonner Norden bewegen, beweist die Entwicklung der Kölnstraße und des Stiftsplatzes. Ein Elektronikmarkt an dieser Stelle wird den gewünschten Zubringereffekt für den Einzelhandel in der City nicht erreichen." Den bestreitet der BBB aber auch für den Bahnhofsvorplatz, denn der Einzelhandel in Bonn wird nicht allein deshalb attraktiver, weil plötzlich ein Elektronikmarkt da ist.