Sorgen um den Standort Bonn
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BBB: Wer im Glashaus sitzt ...
Es wird Herrn Schilling sicher bewusst gewesen sein, dass seine Mahnungen durchaus auch als Kritik an seiner eigenen Partei und vor allem an der Oberbürgermeisterin verstanden werden kann. Ist es doch sie, die nicht müde wird, immer wieder den gelungenen Strukturwandel zu beschreiben und überall lächelnd die Nachricht zu verbreiten: „Die Region boomt". Dazu Dr. Lang, Sprecher des BBB im Rat: „Bevor es vergessen wird - die SPD sitzt mit in der Stadtregierung, und nicht nur das. Der größere Partner hat ihr offensichtlich auch die Richtlinienkompetenz überlassen. Insofern muss Herr Schilling aufpassen - die Steine, die er wirft, könnten die eigenen Leute treffen."
Der BBB erinnert daran, dass es für das Haus der Bildung und das Bäderkonzept gültige Ratsbeschlüsse gibt, und die hat die SPD mit abgestimmt. Wer hier jetzt am Zug ist, ist die Verwaltung. Und an der sitzt die SPD näher als alle anderen. Wenn das Geld für eine Umsetzung der Beschlüsse nun nicht da ist, muss auch mal kreativ um die Ecke gedacht werden. Zum Beispiel an PPP-Modelle. Aber da will die Verwaltung wohl nicht ran, aus lauter Sorge, die Politik könnte das Erarbeitete dann wieder verwerfen. Also wird weitergewurstelt - ohne Energie und Elan und mit einem Personalschlüssel, der außer vom Bürgerbund von niemandem wirklich in Frage gestellt wird.
Für ausgemachten Unfug hält der BBB die Meinung von Herrn Schilling, große Projekte seien verhindert worden, weil man den Strukturwandel fälschlicherweise für abgeschlossen hielt. Dr. Lang: Planungen wie der Klotz vor dem Bahnhof sind verhindert worden, weil die Bürgerinnen und Bürger sie nicht wollten, und zwar aus gutem Grund. Das 'Gesamtinteresse der Stadt‘ beinhaltet auch die Wünsche der Menschen, die hier leben. Und diese Menschen werden sich auch zukünftig nicht mit einem 'Wir wissen schon, was gut für Euch ist‘ zufrieden geben."
Der Bürgerbund unterstützt sehr die Forderung Schillings, noch mehr in Bildung und Ausbildung zu investieren. Denn trotz aller parteiübergreifenden gemeinsamen Anstrengungen gibt es hier nach wie vor erheblichen Bedarf, der bislang aber von der Quasi-Koalition schön geredet wird. Hoffen wir, dass Herr Schilling sich da durchsetzt.




