Telekom Baskets Bonn

Der Bürger Bund Bonn (BBB) unterstützt die hervorragende ehrenamtliche Jugendarbeit und Nachwuchsförderung des gemeinnützigen Vereins Telekom Baskets.


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Der Beschluß des Deutschen Bundestages vom 20. Juni 1991 und das Berlin/Bonn-Gesetz stehen nicht zur Disposition!

 

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05.06.2007 Beethovenorchester

Beethovenorchester

BBB: Zeichen der Zeit jetzt erkennen

Der Bürgerbund fordert angesichts der erneut desolaten Haushaltslage der Stadt Bonn beim Beethovenorchester eine Reduktion der jetzigen 106 Musikerstellen auf 100, von denen höchstens 95 ständig besetzt sein sollen. Das Beethovenorchester soll zwar ein nach TVK A, Fußnote 1 eingestuftes Orchester bleiben, nach Vorstellung des BBB wird aber die Stellenzulage auf 50% reduziert.

Der Bürgerbund schlägt vor, den Stellenabbau nicht durch Kündigungen, sondern durch ein allmähliches Abschmelzen durch natürliche Fluktuation erfolgen zu lassen. Joachim Decker, stellv. Mitglied des BBB im Kulturausschuss und Mitglied der Kulturkommission: „Die politische Zielsetzung einer ,Beethovenstadt Bonn‘ ist damit durchaus vereinbar, wenn eine Qualitätsverbesserung des Orchesters erreicht werden kann. Und die Aussichten dafür sind gut, denn eine der Aufgaben des neuen Generalmusikdirektors soll sein, als ,Orchestererzieher‘ das BOB zu einem Spitzenorchester zu formen. Die Voraussetzungen dafür sind auch bei einer reduzierten Anzahl von Musikern vorhanden."

Decker ergänzt, dass in der Kulturkommission seinerzeit wegen der damals anstehenden Notwendigkeit zur Haushaltskonsolidierung das vom BOB zu leistende Einsparvolumen intensiv diskutiert wurde. Dabei zeichnete sich ein weitgehender Konsens ab, der jedoch nicht zum Kommissionsbeschluss erhoben wurde. Offensichtlich wurde in der Verwaltung davon abgerückt, als durch den unverhofften Zugang von mehr als EUR 300 Mio. Gewerbesteuern eine spürbare Entlastung des städtischen Haushalts eingetreten war. Decker: „Der hoffnungsfroh stimmende Geldeingang aus 2006 ist mit der Rückforderung von zuviel entrichteten Gewerbesteuern in Höhe von rd. EUR 300 Mio. zunichte gemacht worden. Die Voraussetzungen für eine weitgehende und großzügige Wiedereinführung des Status quo ante ist damit obsolet. Eine Reduzierung auf höchstens 100 Musikerstellen unter Beibehaltung des Status eines TVK/A, Fußnote 1-Orchesters ist nach wie vor nur mit dem Ansehen der ,Beethovenstadt Bonn‘ zu rechtfertigen."

Im Vergleich zu Bonn tragen Städte mit mehr als 300.000 Einwohnern (z. B. Bochum, Dortmund, Nürnberg, Stuttgart, Wuppertal) nur nach TVK/A ohne Fußnote 1 eingestufte Orchester mit 86 bis 99 Musikerstellen, ganz zu Schweigen von den drei hessischen Staatstheatern Kassel, Wiesbaden und Darmstadt mit jeweils nur 78 Stellen.

Der BBB weist darüber hinaus darauf hin, dass die Schaffung einer Institution „Disposition" zur Kontrolle/Koordinierung eines künstlerisch hochstehenden und vor allem differenzierten Konzert- und Opernbetriebes bei voller Wahrung von wirtschaftlichen Gesichtspunkten mehr als überfällig ist. Decker: „Eine derartige Einrichtung macht aber nur Sinn, wenn sie eine sowohl personell als auch sachlich professionell aufgestellte Ausstattung erfährt."