Rückzug OB Dieckmann
Rückzug OB Dieckmann
BBB: SPD wird es jetzt sehr schwer haben
Der Bürgerbund nimmt die Entscheidung der OB zum Kandidaturverzicht mit Respekt zur Kenntnis. „Über die wirklichen Gründe mag man spekulieren", so Dr. Lang, Sprecher des BBB im Rat, „klar ist aber, dass ihre Erfolgsaussichten längst nicht mehr so gut wie bei den letzten Wahlen gewesen wären. Lang begründet dies mit der letzten Kommunalwahlrechtsänderung, wonach es zukünftig bei den Oberbürgermeisterwahlen keine Stichwahlen mehr gibt. Dr. Lang: „Ein Durchmarsch im ersten und jetzt einzigen Anlauf wäre für die OB 2009 mehr als unwahrscheinlich gewesen. Dafür hätte Dieckmann breite Zustimmung von Grünen-Wählern gebraucht, die ihr aber nach dem unschönen Koalitions-Aus im letzten Jahr wohl die Gefolgschaft verweigert hätten. Angesichts der politischen Großwetterlage bei der SPD ist der Rückzug der OB nachvollziehbar."
Der BBB würdigt das Engagement von OB Dieckmann als Repräsentantin der Stadt, da habe sie einen wirklich guten Job gemacht. Auch sei ihr Umgang mit dem Bürgerbund immer von Fairness geprägt gewesen. Kritisch sieht der BBB allerdings ihre Erfolgsbilanz als Verwaltungschefin.
Mit der OB hatte die SPD in Bonn ein größeres politisches Gewicht, als es ihr nach dem Ergebnis der letzten Kommunalwahl zukam. Dies lag und liegt sicher auch an der Schwäche der CDU, dass aber die Meinungsbildung innerhalb der SPD so auf die OB fokussiert war, könnte der Partei nun zum Verhängnis werden. Ob Ernesto Harder der richtige Kandidat ist, die Ära nach Bärbel Dieckmann einzuläuten, darf bezweifelt werden.




