Verwaltung lehnt Metropol-Umbau ab
Verwaltung lehnt Metropol-Umbau ab
BBB: Eine weise Entscheidung
Ein guter Tag für Bonn - und für den Denkmalschutz! Der BBB im Rat begrüßt die weise Entscheidung der Verwaltung, die Umbaupläne für das Metropol zu stoppen. Dr. Hans-Ulrich Lang, Sprecher des BBB im Rat: „Das Signal, das von einer Genehmigung im Sinne der Eigentümer ausgegangen wäre, hätte fatale Wirkung gehabt: Nicht mehr die Denkmaleigenschaft eines Gebäudes, sondern dessen größtmöglicher wirtschaftlicher Ertrag hätte im Vordergrund gestanden. Das Denkmal „Metropol" wäre durch die geplanten Eingriffe faktisch zerstört worden."
Nicht zuletzt die ungeheure Unterstützung der Bürgerinitiative für den Erhalt des „Metropol" als Kulturstätte durch die Bevölkerung wird die Verwaltung beflügelt haben, ihren ursprünglichen Beschlussvorschlag einer Genehmigung der Umbaupläne nun zu ändern. Damit wird Recht und Gesetz endlich Genüge getan! Der BBB, der wie Bündnis 90/Grüne die Initiative maßgeblich unterstützt hat, nimmt dies tief befriedigt zur Kenntnis.
Jetzt sind die Eigentümer wieder am Zug. Sie sind dazu verpflichtet, Ideen zu entwickeln, wie sich eine denkmalgemäße Nutzung des „Metropol" realisieren lässt. Und wenn es die in ihren Augen nicht gibt - wie es in dem von den Eigentümern selbst in Auftrag gegebenen Gutachten ja steht - sollten sie vernünftig sein und das Objekt an jemanden verkaufen, der eine dem Gebäude angemessene kulturelle Nutzung beabsichtigt. So wie es aussieht, steht Frank Asbeck Gewehr bei Fuß.
Den Vertretern des Einzelhandels sei gesagt, dass urbanes Leben in der Innenstadt mehr bieten muss als einen austauschbaren Konsumtempel neben dem nächsten. Der BBB ist fest davon überzeugt, dass mit dem Metropol als Kulturstätte, einer Nutzung, die der Würde dieses einmaligen Hauses von nationaler Bedeutung gerecht wird, Effekte erzielt werden können, die die ganze Innenstadt nachhaltig stärken.




