CDU und Beueler Stadtentwicklung
CDU und Beueler Stadtentwicklung
BBB: Nichts ist entschieden!
Mit großem parteipolitischem Getöse spielt sich die CDU als entscheidendes Gremium für die Beueler Stadtentwicklung auf. Entschieden ist freilich noch gar nichts - auch wenn die CDU dies so gern hätte. Bislang gibt es weder einen positiven Bescheid des Stadtplanungsamtes noch eine Vorlage für die Bezirksvertretung. Die Beueler Bezirksverordnete des BBB Caroline Klän: „Die CDU muss aufpassen, das dass, was sie da jetzt voreilig und als Ultima ratio präsentiert für sie nicht zum Bumerang wird. Bei einer Umsetzung des vorgestellten Planungswahnsinns wird die CDU wohl eher zur Totengräberin des Beueler Zentrums." In dem Zusammenhang hinterfragt Klän auch die Rolle von Lidl-Projektentwickler Suchy, der noch 1999 bei der Kommunalwahl für die CDU kandidierte. Sie erinnert daran, dass auch die Entscheidung für einen Lidl in Bechlinghoven mit aller Kraft vor allem von der CDU vorangetrieben wurde.
Eine Einzelhandelsansiedlung am Güterbahnhof wird von kompetenten Gutachtern entweder gänzlich abgelehnt (Accocella) oder mindestens kritisch gesehen („bestenfalls zentrumsneutral" - CIMA). Der Bürger Bund Bonn sieht sich auch in Übereinstimmung mit der Beueler Gewerbegemeinschaft, die eine Einzelhandelsansiedlung am Güterbahnhof ebenfalls strikt ablehnt.
Der BBB verweist in diesem Zusammenhang noch einmal darauf, dass es sich beim Beueler Güterbahnhof nach wie vor um eine staatlich gewidmete Eisenbahnfläche handelt. Die missbräuchliche Nutzung für Einzelhandelszwecke lehnt der BBB ab, insbesondere im Hinblick darauf, dass es sich um den letzten Güterbahnhof in ganz Bonn und Umgebung handelt. Abgesehen davon gibt es für eine zukünftige Nutzung durch die jetzigen Bahnbetreiber RSE und Aurelis bislang keine Kompromisslösungen, es gibt nicht einmal Ansätze dafür. Darüber hinaus haben die noch dort ansässigen Unternehmen langfristige Mietverträge.
Um mehr Kunden und Kaufkraft anzuziehen wäre die Ansiedlung eines Elektronikmarktes im Beueler Zentrum sehr viel sinnvoller. Die Neugestaltung des Rathausdreiecks bietet die Chance auf eine Aufwertung des Zentrums durch ein „zugkräftiges" Angebot. Wohlgemerkt im Zentrum und nicht irgendwo am Rand.




