Lidl-Planung am Beueler Güterbahnhof
Lidl-Planung am Beueler Güterbahnhof
BBB: Verwaltung muss standhaft bleiben
Die Firma Lidl will nach wie vor am Güterbahnhof Beuel einen großflächigen Discount-Markt und vielfältigen Einzelhandel errichten. Kompromissvorschläge des Planungsamtes hat Lidl nun kategorisch abgelehnt und besteht auf ihrer ursprünglichen Planung.
Eine Einzelhandelsansiedlung am Güterbahnhof wird von kompetenten Gutachtern entweder gänzlich abgelehnt (Accocella) oder mindestens kritisch gesehen („bestenfalls zentrumsneutral" - CIMA). Die Beueler BBB-Bezirksverordnete Caroline Klän zur Lidl-Verlautbarung: „Die Aussage von Lidl, exakt den Wünschen der Beueler Beteiligten zu entsprechen‘ ist völlig wahrheitswidrig, genau das Gegenteil ist richtig. Der Bürger Bund Bonn sieht sich hier in Übereinstimmung mit der Beueler Gewerbegemeinschaft, die eine Einzelhandelsansiedlung am Güterbahnhof ebenfalls strikt ablehnt."
Der Bürger Bund Bonn verweist in diesem Zusammenhang auch darauf, dass es sich beim Beueler Güterbahnhof nach wie vor um eine staatlich gewidmete Eisenbahnfläche handelt. Die missbräuchliche Nutzung der Eisenbahnfläche für Einzelhandelszwecke lehnt der BBB ab, insbesondere im Hinblick darauf, dass es sich um den letzten Güterbahnhof in ganz Bonn und Umgebung handelt.
Der Frachtumsatz am Beueler Güterbahnhof ist im vergangenen Jahr nochmals erheblich angestiegen und alle Prognosen deuten auf eine weitere Auslastung der Anlage hin. Im gesamtstädtischen Interesse muss der Beueler Güterbahnhof erhalten bleiben, will man die Stadt nicht vorsätzlich mit noch mehr LKW-Verkehr belasten. Es kann nicht angehen, dass Bonn sich als einzige deutsche Großstadt selbst um die letzte Umschlagstelle zwischen Schiene und Straße bringt und sich damit einer zukunftsweisenden Verkehrsoption beraubt.
Der Bürger Bund Bonn bittet die Stadtverwaltung eindringlich, im Bebauungsplanverfahren mindestens auf die Einhaltung der stadtplanerischen Grundsätze zu bestehen und insbesondere bei der Bauhöhe des Objektes den von Lidl skizzierten „Fassadenschwindel" nicht zu akzeptieren.




