Beethoven-Galerie
„Beethoven-Galerie"
BBB: „Schönes" Umfeld für das neue Festspielhaus - um jeden Preis?
Der Bürgerbund befürchtet nach wie vor, dass die „Chance zur städtebaulichen Aufwertung", wie Stadtbaurat Wingenfeld die Neuplanung für das Stadtwerke-Areal bezeichnet, vor allem der Aufhübschung des Umfeldes für das neue Festspielhaus dienen soll, und dies möglichst zum Nulltarif. Da wird scheinbar billigend in Kauf genommen, dass das Vorhaben des Investors allein aus Rentabilitätsgründen eher ein Beethoven-Center als eine Galerie wird und damit die Kundenströme zu Lasten der bisherigen City umgelenkt werden. Eine Attraktivitätssteigerung für das jetzige Zentrum ist nicht zu erwarten, und auch in Bonn kann jeder Euro nur einmal ausgegeben werden.
„Mit der Fortschreibung des Zentrenkonzepts hat die Mehrheit im Stadtrat ja dieses Gelände zum Bestandteil des Bonner Zentrums erklärt", so Dr. Hans-Ulrich Lang, Sprecher des BBB im Rat, „und zwar ohne wirklich zu wissen, welche Auswirkungen das auf die Innenstadt haben wird, denn es geht ja nicht nur um den von vielen so herbeigesehnten Elektronikmarkt. Für den Bürgerbund steht die Entwicklung des Bahnhofsbereichs viel mehr im Fokus, da müssen wir jetzt ran". Mit Blick auf die in dieser Frage eher zögerliche Haltung der OB und der SPD sagt Dr. Lang: „Entschlossenes und zügiges Handeln muss nicht zwangsläufig von schlechter Qualität sein".
Für den Planungssprecher des BBB, Joachim Decker wird immer deutlicher, dass eine Handlungsanweisung in Form eines wirklichen Masterplans für die Entwicklung der Bonner Innenstadt fehlt. „Wie im Moment in Köln muss unbedingt und ohne weiteres Zögern auch für Bonn ein solcher Plan aufgestellt werden. Erst danach kann schlüssig beurteilt werden, ob z.B. eine großflächige Einzelhandelsverlagerung an den Rand der Innenstadt sinnvoll ist oder Schaden bringt. Und im Übrigen fehlt mir in der ganzen Diskussion die Bürgerbeteiligung."




