Schließung A.W. Andernach
Schließung A.W. Andernach
BBB: Wichtige Industriearbeitsplätze gehen verloren
Die Schließung von A.W. Andernach ist mehr als bedauerlich. Nicht nur, dass 76 industrielle Arbeitsplätze verschwinden, die Schließung bedeutet auch eine weitere Schwächung des Beueler Gewerbegebietes.
Der BBB fordert die Stadt auf, alles Erdenkliche zu tun, um wieder einen Industriebetrieb dort anzusiedeln. „Ich denke da natürlich sofort an Haribo", so die Beueler BBB-Bezirksverordnete Caroline Klän, „und fordere die Wirtschaftsförderung auf, diesen Standort Haribo vorzuschlagen". Der Standort ist nicht nur günstig an die Autobahn angebunden, er besitzt auch einen Schienenanschluss, was in Zeiten hoher Benzinpreise sowie natürlich unter Klima- und Umweltgesichtspunkten ein echter Standortvorteil ist.
„Bonn hat ein Überangebot an Büroflächen. Wir brauchen eine gesunde Durchmischung von Industrie, Gewerbe und Dienstleistung. Die immer weiter fortschreitende Deindustrialisierung Beuels und damit der schrittweise Rückgang von produzierendem Gewerbe zu Gunsten von Büroarbeitsplätzen ist gefährlich. Das wird auf Dauer dazu führen, dass alle diejenigen, die nicht im Büro arbeiten können oder wollen, in Bonn zwangsläufig weder Ausbildungsplätze noch Arbeitsstellen finden", so Klän.
Eine drohende Büro-Monokultur in Bonn zu Lasten all derer, die in der „Elite"-Gesellschaft keinen Platz haben, hätte fatale Folgen. Klän: „Ein Blick nach Meckenheim genügt."




