Co-Dezernent Braun und die Stadtwerke
Co-Dezernent Braun und die Stadtwerke
BBB: Gerade noch die Kurve gekriegt...
Ob es jetzt der öffentliche Druck war oder der bisherige Co-Dezernent Werner Braun auch innerhalb der Stadtwerke nicht durchsetzbar gewesen ist, Tatsache ist und bleibt, dass hier wieder einmal alle Klischees erfüllt worden sind, die beim „normalen" Bürger Politikverdrossenheit befördern. „Einen völlig intransparenten Vorgang, der sachlich überhaupt nicht zu begründen war" nennt Dr. Hans-Ulrich Lang, Sprecher des BBB im Rat, den bereits vollzogenen und nun rückgängig gemachten Wechsel von Braun zu den Stadtwerken. „Die OB hat sich wieder einmal ohne Not öffentlich beschädigt, weil sie ein fragwürdiges Verfahren nur aus parteipolitischem Kalkül zugelassen hat. Denn eigentlich ging es ja nur darum, den großen Einfluss der SPD auf die Stadtwerke auch nach der Ausweitung der Geschäftsführer auf drei zu gewährleisten."
Dass Herr Braun neben seiner Beamtenbesoldung offenbar auch noch zusätzlich von den Stadtwerken entlohnt werden sollte, hält Dr. Lang für einen Skandal und äußert sich „zutiefst befriedigt", dass dies mit der Rückkehr von Braun in die Stadtverwaltung nun vom Tisch sei.
Der BBB sehe im Übrigen nach wie vor überhaupt keine Notwendigkeit, dass die Geschäftsführung der Stadtwerke mit drei Personen besetzt wurde und hatte die entsprechende Ratsvorlage im Juni letzten Jahres auch abgelehnt. Bis heute gebe es keinen sachlich nachvollziehbaren Grund dafür, dass die Verteilung auf einen Geschäftsführer und einen Arbeitsdirektor verändert wurde. „Hier sind unnötig zusätzliche Personalkosten geschaffen worden, während es seit Jahren erklärtes Ziel der Stadtwerke war, Stellen einzusparen und Tarife abzusenken, um wettbewerbsfähig bleiben zu können", so Dr. Lang und ergänzt „dies scheint aber vor allem zu Lasten der unteren Gehaltsgruppen wie z. B. der Busfahrer zu gehen."




