Neues Buskonzept
Neues Buskonzept
BBB: Weitere Sofortmaßnahmen nötig
Der BBB im Rat zieht zwei Monate nach Einführung des neuen Buskonzepts eine erste Bilanz. „Wir haben zunächst abgewartet, wie sich das ganze außerhalb des Weihnachtsverkehrschaos entwickelt", so Johannes Schott, Bonner Bezirksverordneter des BBB. Es sei richtig, dass es vor allem auf den Hauptlinien Verbesserungen gebe, ob diese aber die auf vielen Nebenstrecken eingetretenen Verschlechterungen rechtfertigen, sei fraglich. Wegen der Schwerpunktsetzung auf die Hauptlinien sei es auch nachzuvollziehen, dass sie jetzt stärker frequentiert würden, dies lasse aber nach seiner Ansicht keine Rückschlüsse auf eine insgesamt gestiegene Fahrgastzahl zu.
Der BBB begrüßt, dass es seit einer Woche für besonders drängende Probleme konkrete Verbesserungen gebe, sieht aber weiteren, schnellen Handlungsbedarf. Dieser beziehe sich vor allem auf die Verspätungen, die nach Auskunft vieler Busfahrer auch an seit der Einführung des neuen Konzepts nicht mehr vorhandenen Zeitpuffern an den Endhaltestellen lägen. Besonders betroffen davon seien die Linien 604, 608, 609, 612 und 631, aber auch viele Weitere. Der Bürgerbund beklagt, dass überwiegend nachmittags einzelne Linien gar nicht mehr im Fahrplantakt seien. Dazu komme die Tatsache, dass eben nicht immer die versprochenen Gelenkbusse auf den Hauptlinien eingesetzt würden, was vor allem im Schüler- und Berufsverkehr dazu führe, dass zu volle Busse an Haltestellen vorbeifahren und Wartende stehen gelassen würden. Und der nächste Bus komme dann verspätet - es sei also kein Wunder, dass die Fahrgäste nach wie vor verärgert auf die Einführung des neuen Buskonzepts reagierten.
„Dies sind alles Mängel", so Schott, „für deren Beseitigung man keinen monatelangen Auswertungsaufwand braucht. Da müssen einfach schnell pragmatische Lösungen her. Die notwendige gewissenhafte Aufarbeitung der Probleme der Umstellung und der Fahrgastkritik kann parallel umgesetzt werden."




