Nachverdichtung in Bonn - BBB teilt Bedenken der Werkstatt Baukultur und besorgter Bürger

Der mit der so genannten Nachverdichtung einhergehende Wegfall von innerstädtischen Grünflächen sowie der Verlust von Durchlüftungsschneisen und Rückzugsbereichen zum Nachteil der Wohnquartiere und ihrer Bewohner treffen beim BBB auf erhebliche stadtplanerische und klimapolitische Bedenken. Daher teilt der BBB die Kritik der Werkstatt Baukultur und zahlreicher Bürgerinnen und Bürger. Nachverdichtung bedeutet Betonierung innerstädtischer Grünflächen, Verlust von Frischluftschneisen und von Flächen zur Kaltluftbildung. Grüne Oasen in den Wohnquartieren zu erhalten, wird im Übrigen auch von jenen Experten empfohlen, die das Umweltministerium von NRW mit einer Studie beauftragt hatte, wie sich die Städte auf den Klimawandel einstellen sollten.

BBB-Stadtverordneter Johannes Schott: „Gerade ausgewachsene Bäume, die oftmals von nachverdichtenden Baumaßnahmen bedroht sind, binden mit ihrem Blattwerk Schadstoffe, spenden im Sommer Kühle und geben gleichzeitig Sauerstoff. Für das Kleinklima der Wohngebiete sind sie unverzichtbar. Die bisherige Politik der Nachverdichtung hat aus Sicht der BBB-Fraktion auch nicht zu einer signifikanten Verbesserung des behaupteten Wohnungsmangels insbesondere im preiswerten Segment geführt. Die beklagenswerte Bebauungskompression zahlreicher Stadtflächen hat vor allem teuren Wohnraum für Gutbetuchte geschaffen.“

Die BBB-Fraktion will zurück zu einer Stadtplanung, deren Leitgedanke es ist, für ausreichende Licht- und Luftverhältnisse zu sorgen sowie Freiraum für spielende Kinder zu schaffen. Die Fraktion setzt sich dafür ein, dass sich die Bewohner von Stadtquartieren wohl fühlen und intakte Nachbarschaften erhalten bleiben oder entstehen können. Das gilt nicht nur für die West- und Südstadtbereiche sondern explizit auch für die in den 50er/60er- Jahren des vergangenen Jahrhunderts entstandenen Geschosswohnungsquartiere, wie beispielsweise das der VEBOWAG im Pennenfeld oder der HiCoG-Siedlung in Tannenbusch.

„Für uns muss sich die Stadtplanung an dem Wohlergehen der Wohnbevölkerung und nicht an den Wünschen Zuzugswilliger oder den wirtschaftlichen Interessen von Investoren orientieren“, so Schott weiter.

 



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